Also hier dann mal diese Bewertung von dem Strukturkonzept von Desi und mir. Viel Spaß damit!
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PuE WS 07/08 Übung 2
Bewertung
Strukturkonzept 1_2500
Bearbeiter: Becker, Valéry; Wonka, Desirée
Aufgabe
Eine zukünftige, nachhaltige Stadtentwicklung Wiesbadens steht unter anderem vor dem Hintergrund der Entwicklung und des Ausbau des Wirtschaftsstandortes und dem Erhalt und des Ausbau der Stadt als attraktiver Wohnstandort für alle Bevölkerungsschichten. Die Bearbeitung der Übungsreihe „Planungs- und Entwurfsmethoden in der Stadtplanung" sollte deshalb unter diesen Prämissen erfolgen. Das Ziel für die zukünftige Entwicklung Wiesbadens ist im Rahmen der Übungsreihe unter dem Leitbild: "Wiesbaden 2020...ein attraktiver und qualitativ hochwertiger Wohn- und Dienstleistungsstandort" zusammengefasst.
Auf einer im Rahmen des Gutachtens zur Siedlungsentwicklung Wiesbaden 2020 ermittelten Potenzialfläche soll eine dem o.g. Leitbild entsprechende Konzeption erstellt werden, die unter der Maßgabe einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung die Attraktivierung und Weiterentwicklung Wiesbadens als Wohn- und Arbeitsstandort zum Inhalt hat. Ziel soll demnach die Bereitstellung moderner Arbeitsplätze in attraktiver Lage unter Ausnutzung der Standortvorteile und möglicher Synergien sowie die Bereitstellung attraktiver Wohnangebote für möglichst alle Bevölkerungsschichten sein. Hinzu kommen entsprechende Freiraumangebote und -qualitäten für Freizeit und Erholung sowie Folgenutzungen und Ergänzungen z.B. Nahversorgung und soziale Infrastruktur. Das Plangebiet kann und soll durch seine Lage als Bindeglied zwischen dem alten Ortskern von Dotzheim, dem östlich an das Gebiet angrenzenden Siedlung „Sauerland" und den nördlich und südlich angrenzenden Freibereichen fungieren.
Zusammenfassende Bewertung
Die vorgeschlagene bauliche Struktur kann in ihrer Gesamtstruktur nur wenig überzeugen und offenbart zahlreiche Schwächen. Negativ zu bewerten ist vor allem die insgesamt geringe bauliche Dichte bzw. der geringe Anteil an bebauter Fläche.
Die Baustruktur ist gekennzeichnet durch vor allem bei den vorgeschlagenen Geschoßigkeiten zu große Blockstrukturen mit entsprechenden Auswirkungen auf die Raumbildung und den Bezug zum Bestand. Die aufgelockerte Großform im Norden lässt sich aus dem Bestand heraus ebenfalls nicht erklären. Die vorgeschlagene Nutzungsmischung erscheint in der dargestellten Menge und ihrer Lage bzw. Zuordnung als nicht tragfähig. Die Öffnung der Typologien für Dienstleistung entlang der übergeordneten westlichen Erschließung zu einem mehrere hundert Meter langen Hof erscheint nicht plausibel. Aus dieser wie auch aus der aufgelockerten nördlichen Struktur ergeben sich zudem Probleme bezüglich der Abhaltung des Straßenlärms der vielbefahrenen Hauptstraßen für die dahinter liegenden Wohnquartiere. Die oftmals willkürlichen Öffnungen innerhalb der Struktur erzeugen außerdem Probleme bei der Raumfassung an besonders exponierten Stellen wie Platzwand oder an Richtungsänderungen der Straße.
Aus der Aufgabenstellung vorgegeben und charakteristisch für den gesamten Entwurf sind die das Plangebiet tangierenden bzw. trennenden Biotope. Die von den Verfasserinnen vorgeschlagene Lösung kann jedoch bezüglich Größe der Freiflächen, Qualität und Ausgestaltung in Form von ersten Gestaltansätzen nicht überzeugen. Die überbreiten Grünflächen, verstärkt durch fehlende fußläufige Verbindungen erzeugen zudem Insellagen.
Die angebotene Verkehrsstruktur ist in weiten Teilen funktionierend. Das Verkehrssystem ist ablesbar, die Hierarchie in entsprechend unterschiedlichen Straßenraumbreiten erkennbar. Kritisch zu sehen ist jedoch die verkehrliche Anbindung des südlichen Quartiers an nur einem Anschluss.
Erste Gestaltansätze und Aussagen zur Ausgestaltung der öffentlichen Räume (Straßen, Plätze, Biotop-Flächen) sind nicht erfolgt. Damit werden von den Verfasserinnen keine entsprechenden Qualitäten vorgeschlagen. Wünschenswert gewesen wäre neben einer gestalterischen Differenzierung der Straßenräume vor allem die Verknüpfung der beiden neuen Quartiere mit Fußwegen und entsprechende Anbindungen an den Bestand.
Die vorgeschlagenen Quartiersplätze können durch ihre dreieckige Form nicht überzeugen. Hier stellt sich die Frage nach Qualität und Nutzbarkeit. Besonders negativ anzumerken ist die Lage des westlichen Platzes direkt an der stark befahrenen übergeordneten Hauptstraße. Die Platzfläche stellt sich eher als Restfläche dar.
Die Lage der städtebaulichen Dominanten erscheint durchaus logisch, ihre Ausprägung als nur ein Geschoß höhere Bebauung bzw. als 5m hohe Halle (?) auf dem Platz ist ungenügend.
Die ergänzenden Themenskizzen wurden inhaltlich weitestgehend korrekt ausgearbeitet, eine stärkere Darstellung der Bezüge zum Bestand und der Umgebung wären jedoch wünschenswert. Die Skizzen, neben der Darstellung der eigenen Logik und der thematischen Zusammenhänge, auch als Mittel zur Überprüfung der eigenen Konzeption und zum Aufdecken von funktionalen und gestalterischen Defiziten einzusetzen wurde von den Verfasserinnen nicht genutzt.
Ingesamt kann die angebotene Lösung nicht überzeugen. Außerdem fehlen wesentliche Inhalte eines Strukturkonzeptes unter anderem vor allem Aussagen zu den Grün- und Freiflächen und ihre Differenzierung. Das Konzept erscheint als „Inselplanung", da keine Bezüge über die Plangebietsgrenzen hinaus dargestellt wurden und die Umgebung keine Differenzierungen entsprechend der Aussagetiefe des Strukturkonzeptes enthält. Negativ zu bewerten ist zudem die schlechte Darstellungsqualität (Zeichengenauigkeit) und die damit verbundenen inhaltlichen Aussagen.
Die Arbeit ist aufgrund der o.g. Abstriche mit ausreichend (4,0) zu bewerten.
gez. Dipl.-Ing. Thomas Müller
12.12.07
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So, hiermit wissen alle Mitlesenden mal wie sowas abläuft ... kann ganz schön hart sein.
Naja, trotzdem ein Wunder dass das hier "bestanden" ist.
Dann mal wieder an die Arbeit, schließlich soll die nächste Übung wesentlich besser sein und joa.
Bye bye Vee!!!
Zur Info: Ich habe den Text so abgetippt wie ich ihn bekommen habe und nichts dran verändert. Ist also ein sehr langes Zitat, wenn mans genau nimmt.