Friday, October 25, 2013

America is not as far away as we think - Vee sieht was von Amerika (Teil 2 - Eindrücke und seine Familie in Amerika)

Moin moin, weiter geht's mit Teil 2 meiner Amerika-Reise....

Am 22.12 - HA!! Natürlich haben wir den 21.12.2012 überlebt :-P - bin ich das erste mal in den USA aufgewacht, in einem amerikanischen Bett (mann sind die komisch). Mr.DanceWithMe war schon eine Weile wach, weil er's eben auch so gewohnt ist und weil er natürlich keinen Jet Lag hatte. Die Sonne schien und ich bekam zum Frühstück einen schönen Grünen Tee gemacht. Ich war noch ziemlich fertig. Krank sein und eine andere Zeitzone vertragen sich nicht wirklich, ansonsten ging's mir gut.
Mrs.K war schon recht geschäftig. Sie hatte ihren Mann - seinen Onkel - im Pflegeheim schon besucht und musste auch kurz bei ihrer Arbeit in der Kirche vorbeischauen. Diese zwei Orte haben wir in den 11-12 Tagen auch öfter gesehen.
Da ich meine Halstabletten irgendwie verbummelt hatte, ging's ziemlich gleich das erste mal einkaufen. Vee hatte ihren ersten Besuch bei Walmart. Erinnerte mich ein wenig an real, nur dass es leicht chaotischer war und die Leute hier selbst im Schlafanzug einkaufen gehen. Zudem gibts dort alles... irgendwie ^^'
Das wars glaub ich auch für den Tag. Ich musste mich ja noch ein wenig auskurieren, also saßen wir bei seiner Tante auf der Couch und haben ein wenig TV geschaut und entspannt.

Da ich nicht mehr ganz genau weiß wann wir denn wo in den nich ganz zwei Wochen waren, werd ich einfach los erzählen.

Zunächst waren wir fast täglich zu Besuch im Pflegeheim. Ich war glaub ich 1-2 mal nicht mit. Onkel G. leidet an Demenz und muss deshalb rund um die Uhr betreut werden. Muss leider zugeben, dass es mich schon fertig gemacht und an meinen Nerven gezehrt hat, die Menschen dort zu sehen. Sie taten mir unheimlich leid. Ich glaube ich ertrage sowas schwer. Scheinbar ging es dem Onkel in der Zeit wo wir da waren doch recht gut, also er hatte seine guten Tage, und hat sich sogar mit uns unterhalten. Auch wenn er manchmal nicht wusste wer wir waren. *seufz* Mein Freund war erstaunt, dass ich letzten Endes doch so gut damit zurecht kam. (Tut mir unheimlich leid, dass ich so empfindlich bin... :-/ )
Sonntags und an Heilig Abend gings natürlich in die Kirche. Beim ersten Kirchenbesuch wurden wir offiziell begrüßt und vorgestellt, es gab sogar ein Geschenk ^^'
Es durfte uns fast jeder in der Gemeinde kennen lernen.
Wir waren auch zwei mal im Kino (The Hobbit und Les Misérables) und in der Mall in Pueblo.
Ein paar Mal sind wir zum Essen ausgegangen, zu Applebees, Wendys, Pizza essen und nochwohin (hab den Namen vergessen).

An Heilig Abend gings zuerst in die Kirche und dann habe ich Sweethearts Tante geholfen das Essen vorzubereiten. Leider konnte ich nicht wirklich was davon essen, da es mein Körper noch gemeiner mit mir meinte und ich übelst Magenprobleme hatte.. zu meiner Erkältung. Mann ging's mir Scheiße, aber ich hab mich tapfer gehalten.
Entgegen dem üblichen amerikanischen Brauch, wurden auch hier am 24.12. die ersten Geschenke geöffnet. Es waren sogar einige für mich dabei (von der amerikanischen Familie, seiner deutschen und natürlich ihm). War ein sehr netter Abend und die kleine Enkelin seiner Tante hatte mich an dem Abend wohl auch als neue Freundin auserkoren.
Am ersten Weihnachtsfeiertag ging's nach Denver zu einer anderen Tante. Dort war sehr viel Familie und ich lernte sooo viele Leute kennen. Zum Glück konnte ich auch wieder einigermaßen essen. Sogar dort bekam ich Geschenke. Jetzt besitze ich 3 Colorado-Shirts. Und ja, kleines Mädel, ich kann auch mit dem Löffel essen, aber ich habe gelernt mit Messer und Gabel meinen Mais zu mir zu nehmen :-P Wir in Deutschland essen wohl vornehmer als so mancher Durchschnittsamerikaner. (Ich mein das jetzt nicht böse ^^') War ein ereignisreicher Tag, so wie die meisten die ich dort verbringen durfte.
Und am nächsten Morgen gabs das Weihnachts-Familien-Hangout zuerst mit meiner Familie, dann Skype mit seiner Familie. Das war soooo toll. Da sind mehrere tausende Kilometer und 8 Stunden zwischen dir und deiner Familie und dann kann man sich mit einem Klick sehen. Es war toll alle zu sehen. Mrs.K fand das auch klasse.

Es gab eigentlich fast immer selbstgekochtes leckeres Essen, was ich echt positiv fand. Eigentlich steh ich nämlich nicht so auf Fast-Food-Restaurants, manchmal geht das, aber nicht ständig.

Leider gings meinem Sweetheart dann nicht gut. Mittlerweile warn alle irgendwie erkältet, aber er lag an einem Abend mit Schüttelfrost, in eine Decke eingewickelt vor dem Heizstrahler. Der Arme tat mir sooo leid. Zum Glück ging es ihm nach einem ruhigen Tag dann auch wieder gut.

Wenn wir hier in Deutschland an 'Stadt' denken, sehen wir dicht bebaute Wohnsiedlungen, mehrstöckige Häuser und viel Verkehr. Pueblo, ebenfalls eine Stadt, sah eigentlich nicht aus wie eine Stadt. Eher wie ein riesiges Dorf. Ein Einzelhaus neben dem andren. Ganz viele einstöckige Häuser. Ich hab sogar solche Häuser auf Lastwagen gesehn. Und dann eine dichtere Stadtmitte mit einer Einkaufsstraße und Restaurants.
Wir waren einmal auf dem Riverwalk in der Stadtmitte, haben ihn aber nicht ganz abgelaufen, weils einfach viiiiiiel zu kalt war. Danach gabs Pizza und ich muss sagen, die Pizza dies hier in Deutschland gibt, ist sooooo viel besser und nicht so fettig ^^' Ice(d) Tea in Amerika ist übrigens einfach nur aufgebrühter Tee mit Eiswürfeln und nicht so ein supergesüßtes Getränk wie hier (das nennt sich dann Sweet Tea und ist aufgebrühter Tee mit Zucker, also doch schon ein wenig anders als hier).

Ich hab hier eine Menge Menschen kennengelernt und auch ein wenig was von der Gegend gesehn.
... aber mehr davon gibts in Teil 3 - Berge, Shoppen und noch mehr Menschen


eure Vee!!!

Irgendwas hatte mit meinem Timer hier nicht funktioniert.. tut mir leid. Aber jetzt konntet ihr ja weiterlesen ;) Freitag gibts dann wieder einen Teil ;)

Friday, October 18, 2013

America is not as far away as we think oder Vee das erste mal im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (Teil 1 - Die Anreise)

Hey everyone!!!

Es war einmal im Dezember 2012...Ja, habe lange gebraucht für den Post, schon zu lange. Aber schließlich hab ichs ja doch noch geschafft, denn diese Erfahrung wollte ich unbedingt mit 'der Welt' teilen ^^'

Es gibt nette Leute und es gibt auch supernette Verwandte von meinem Freund die insbesondere ihm eine Freude machen wollten und es mir ermöglicht hatten nach Amerika zu fliegen. Genauer gesagt, nach Pueblo, Colorado.
Es war mein erster suuuuuperlanger Flug und die quasi (erst) zweite Flugreise die ich ganz alleine angetreten bin - die erste ging nach Edinburgh, das is ja nich sooooo weit weg :-P.
Man macht sich so Gedanken.. Hab ich alles eingepackt? Hab ich alles richtig eingepackt? Ist in meinem Handgepäck auch nix falsches drin? Lassen mich die Amis überhaupt rein? - natürlich war mein ESTA-Antrag Approved, aber wer weiß ^^' Klappt alles beim Umsteigen? Finde ich alles? etc. .. sooooo viele Fragen.
Ende Oktober war der Flug gebucht, mein Reisepass erneuert und kurz darauf mein ESTA Antrag durch. Dann hab ich noch eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen und ja.. war Antrags-/Papieretechnisch auf alles vorbereitet :)
Hatte mir auch brav Listen gemacht, was ich alles brauche, einpacken muss usw. Das ist gar nicht sooooo wenig. Einen Koffer hatte ich von Sweethearts Mom bekommen und sooo viel passt da auch nicht rein.
Seine Tante teilte uns mit, dass wir die Waschmaschine mitnutzen durften, ich keinen Föhn und auch sonst keine platzwegnehmenden Utensilien (Shampoo, Duschgel...) mitzunehmen brauche. Die ganzen Geschenke von seinen Freunden hier und mir haben aber einiges an Platz weggenommen. Schließlich war ich über Weihnachten und seinen Geburtstag in den USA.
Später wunderte sich seine Tante wie ich meine Sachen überhaupt alle in den Koffer bekommen habe. Nennt mich Packexperte :) vielleicht habe ich aber damals auch einfach zuviel Tetris gespielt :-P
Wie ihr seht, habe ich mich genauestens auf alles vorbereitet. Und ja, ein paar Dollar hab ich auch gehabt, dank Sweethearts Familie :)

Den Tag vor der Abreise, an meinem letzten Arbeitstag in 2012, werde ich wach und hab schreckliche Halsschmerzen und dicke Mandeln. Ihr glaubt nicht was in mir alles gestorben ist. Da ist man total aufgeregt, bald zu fliegen und wird krank.. am Tag davor. Also, das erste was ich gemacht hab bevor ich zur Arbeit bin, war in die Apotheke zu gehen. Zum Glück hat die in FFM am Bahnhof irgendwie immer auf ^^

Abends hab ich mir dann noch mein e-Ticket ausgedruckt -war nochmal ein bisschen Stress, da ich die Adresse von der Tante in Amerika brauchte (was ich nicht wusste) und ne Weile keiner erreichbar war, von dem ich sie hätte bekommen können. Ich hasse sowas XD

Der Tag der Abreise war gekommen. Ich musste nicht mit dem Zug fahren, da mich Sweethearts Mom - mit ein bisschen Verspätung ;) - zum Flughafen gefahren hat. Dort wartete meine Tante, die extra einen Abstecher zum Flughafen gemacht hatte um mich zu verabschieden :-*
Die Schlange zum Koffer abgeben war ganz schön lange und ich hatte schon Angst nicht mehr rechtzeitig zum Flugzeug zu kommen. Aber alles in allem hat es zeitlich genau gereicht und ich saß püntklich im Flugzeug.
Und da hatte es mich dann - quasi endlich - gepackt.. mich überkamen zig Gefühle von "Scheiße du bist Weihnachten wirklich das erste mal nicht zuhause" über "Wow, du fliegst tausende Kilometer nach Amerika" und vor allem "Hey, du wirst ihn wieder sehen."

Der Flug bis Chicago war ganz gut. Ich hatte einige Serien und Filme zum kucken zur Auswahl und geschlafen hatte ich auch eine kleine Weile - ging auch nur weil ich die Nacht vorher kaum geschlafen hatte ^^' Meine Sitznachbarn warn ganz ruhig, aber ich hatte auf der anderen Seite Kids neben mit. Störte mich aber nicht besonders, es gibt ja Schlafmasken und Ohrstöpsel :-P

Bei der Einreise (musste ja quasi einmal aus- und wieder einchecken) war viel Warten angesagt. Und da rede ich nicht von der Wartezeit die ich zwischen den Flügen hatte - die war zwar auch laaaange, aber ging.
Das Warten hatte sich allerdings gelohnt, ich durfte - nach Fingerabdrücken, ein paar Fragen und einem Foto - in die USA einreisen. Und nein, ich bin nicht mit Boris Becker verwandt (zum Glück). Ja, das fragte mich der Herr am Schalter spaßeshalber. Zolltechnisch hatte ich auch keine Probleme, hab den Beamten meinen Wisch aus dem Flugzeug gegeben und wurde weitergewunken. Eine Minute später war mein Gepäck auch schon wieder für den nächsten Flug eingecheckt.

Der Flughafen in Chicago is eigentlich ganz schön. Als ich durch eine erneute Sicherheitskontrolle durch war, bin ich erst einmal komplett durchgelaufen. Später hab ich kurz was gegessen und hab mir dann die Zeit mit lesen und rumkucken vertrieben. Leider hatte ich es nicht geschafft mich ins WLan einzuwählen. Deshalb gabs ne kurze (teure) SMS an meinen Freund, dass es mir gut ging und ich jetzt hier ne Weile warten musste. In Deutschland wars mittlerweile später Abend - fast schon Nacht, während es in Illinois gerade mal Mittag war. Mein nächster Flug ging erst am Abend.
Das zweite Flugzeug war ein gutes Stück kleiner. Ich saß am Fenster und konnte die beleuchteten Ortschaften Amerikas von oben betrachten. Ein kleines Nickerchen hab ich auch noch gemacht, denn meine Uhr stand schließlich schon auf spät in der Nacht, fast Morgen.

In Colorado Springs gelandet traf ich auf Mrs.K, die Tante meines Freundes, und ihrer Schwiegertochter + Tochter. War sehr nett, dass sie uns so spät noch abgeholt hat, denn sie geht normalerweise auch früh schlafen. Die Tante hatte ich ja schon zur Hochzeit kennenlernen dürfen. Nun hieß es noch ein bisschen warten, denn mein Freund sollte nach mir ankommen. Leider stellte sich heraus, dass wir noch viel länger warten mussten, da sein Flugzeug Probleme hatte. Glücklicherweise kam er aber irgendwann doch noch an.

Dann hab ich ihn zum ersten Mal seit 4 1/2 Monaten wieder gesehen. Ich konnts tatsächlich nicht glauben. War ich super happy und seehr seeehr müde :)
Es fühlt sich soooo gut an sich umarmen zu können, nach soo langer Zeit.
Dann gings mit dem Auto noch ein wenig weiter nach Pueblo, CO. Und dort war es eisig kalt ^^'

An dem Abend konnte ich noch nicht viel von Amerika sehen, aber das durfte ich dann die nächsten paar Tage.
Die erste Nacht hab ich glücklich neben meinem Sweetheart und sehr lange geschlafen - trotz Husten.


... Fortsetzung folgt in Teil 2 - So sieht Amerika aus.

eure Vee!!!